Hier sind einige Gedanken, die wir an unseren Erzbischof Becker senden möchten...

Bitte schreibt bis zum 08.Mai 2021 Mails oder Briefe, in denen Ihr Eure Anliegen formuliert: Hier geht es zur Anleitung!

Welche Türen sollten geöffnet werden? Zu welchen Türen hat unser Erzbischof einen Schlüssel?

Wichtig: 

Schreibt an: erzbischof@erzbistum-paderborn.de und setzt uns in Cc: info@mariazweipunktnull-dortmund.de

Alle E-Mails, die an Maria 2.0 in Cc: gesendet werden, werden als Schriftrolle gesammelt und dann, wenn wieder Aktionen in Paderborn möglich sind, dem Bischof übergeben.

Schreibt gerne selbstformulierte Mails oder nutzt unsere Ideen und Gedanken:

Sehr geehrter Herr Erzbischof,

stellen Sie sich vor, Sie wären eine Frau in der Kirche! Würden Sie mit uns protestieren für offene Türen? Für Gleichgerechtigkeit in der katholischen Kirche? Wir sind sicher, Jesus wäre auch dabei!

Exzellenz Becker,

Türen öffnen heißt: Neue Wege gehen, Dinge im eigenen Bereich ändern. Solange Theologinnen Absagen auf Stellenausschreibungen bekommen, weil sie Kinder unter 12 Jahren haben - und ihnen damit Sonderrechte wie "Urlaub" im Falle von Krankheit des Kindes gesetzlich zustehen, stellt die Kirche sich in eine Reihe mit jedem anderen Arbeitgeber.

Vorbildfunktion würde bedeuten, dass Frauen gleichberechtigt eingestellt werden, auch wenn sie Kinder haben, selbst wenn das ein paar Tage Arbeitsausfall bedeuten kann, weil Mama zuhause bleibt, während Papa arbeiten geht. Der Beitrag, den Mütter in Pflege und Erziehung ihres Nachwuchses zum Aufbau der Gesellschaft und der Kirche leisten ist ungleich höher, als das, was Ihnen im Bistum da an Kosten entsteht, wenn Ihre Personalabteilung eine Frau statt eines Mannes einstellt!

Gelobt sei Jesus Christus -

Sehr geehrter Herr Erzbischof,

mir fehlen die Worte, wenn ich ausweichende, zaghafte oder sogar verschleiernde Reaktionen zum Missbrauch in der Kirche sehe, wenn ich selbstherrliche Priester und zuarbeitende Frauen im Hintergrund erlebe. Mir fehlen die Worte, weil dieses geschlechterungerechte System mit Bibeltexten erklärt wird, die längst durch Erkenntnisse aktueller Bibelforschung zugunsten einer Gleichheit von Mann und Frau ausgelegt werden können. Mir fehlen die Worte, wenn ich wieder gefragt werde, warum ich noch „dabei bin“.

Ihre Kirche ist auch meine Kirche. Öffnen Sie die Tür für neue Wege in der Kirche, damit ich wieder Worte finde.

Sehr geehrter Herr Erzbischof,

nutzen Sie Ihre Macht im Sinne Jesu, indem Sie sich mit uns Frauen von Maria 2.0 öffentlich für eine geschwisterliche, gleichberechtigte Kirche einsetzen! Von Gott berufen zu sein, das erfahren auch Frauen. Wir Frauen möchten unsere Kräfte und Gaben so in die Kirche einbringen, wie Männer es tun dürfen! Dann werden die Türen offen sein und die Botschaft Jesu wird die erneuerte Kirche mit ihrem Licht erhellen!

Sehr geehrter Herr Erzbischof,

wir Frauen von Maria 2.0 erleben, dass viele kirchliche Amtsträger uns kein Vertrauen entgegenbringen. Of begegnen uns Skepsis oder Ablehnung von vornherein. Wir treten für eine Erneuerung innerhalb der Kirche ein und fordern demokratische Strukturen. Wir wollen auch Neues einbringen und ausprobieren – für eine bunte Vielfalt in den Kirchengemeinden; denn wir sind mit und für Jesus unterwegs. Sie können im Bistum die Türen weiter öfnen, für uns Frauen von Maria 2.0 eintreten wie für alle Männer und Frauen, die sich aus Liebe zur Kirche Christ für Reformen einsetzen.

Sehr geehrter Herr Erzbischof, 

als getauftes und gefirmtes Kirchenmitglied – egal ob Mann oder Frau – stehe ich in der Verantwortung Kirche mitzugestalten. Das heißt auch, das Wort zu erheben und auf Missstände, Ungerechtigkeiten und Leid hinzuweisen: Kirchenmitglieder leiden, weil sie entsetzt beobachten, wie sich Kirche durch starre Strukturen, antiquierte Ansichten und Ignoranz ins gesellschaftliche Abseits manövriert. Frauen leiden, ihrer Berufung nicht nachkommen zu können. Männer leiden, wenn Sie im Laufe ihres Lebens feststellen, dass sie als Mensch Partnerschaft und Sexualität brauchen. Öffnen Sie die Tür, für Frauen und Männer, die Kirche so mitgestalten wollen, dass sie Menschen wieder im Sinne Jesu einlädt.

Sehr geehrter Herr Erzbischof,

setzen Sie sich dafür ein, dass endlich die Menschenrechte auch in unserer Kirche gelten! Mit der Anerkennung wären die Sonderrechte von Männern hinfällig und alle Menschen gleich in ihrer Würde und ihren Rechten. Bei Jesus hießen die Menschenrechte Liebe.

Exzellenz Becker,

Türen öffnen heißt die vorhandenen Möglichkeiten zu nutzen. Uns Frauen, ja allen Laien stehen viele Möglichkeiten offen, aber immer nur dann, wenn der jeweilige Pfarrer oder Bischof es erlaubt. Das ist Klerikalismus, der unsere Mitarbeit erschwert.

Sie haben eine Gesetzgebungskompetenz für Ihren eigenen Bereich und können Dinge generell erlauben, damit wir nicht auf die Barmherzigkeit des gerade für uns örtlich zuständigen Pfarrers angewiesen sind, wenn wir uns in der Gemeinde einbringen wollen.

Auch das Kirchenrecht gibt uns Frauen das Recht und die Pflicht, Gottes Wort zu verkündigen: can. 225§1: Da die Laien wie alle Gläubigen zum Apostolat von Gott durch die Taufe und die Firmung bestimmt sind, haben sie die allgemeine Pflicht und das Recht, sei es als einzelne oder in Verei- nigungen, mitzuhelfen, daß die göttliche Heilsbotschaft von allen Men- schen überall auf der Welt erkannt und angenommen wird, diese Ver- pflichtung ist um so dringlicher unter solchen Umständen, in denen die Menschen nur durch sie das Evangelium hören und Christus kennenlernen können.

Sie können auf unser Zeugnis in Ihrem Bistum nicht verzichten, denn wir erreichen Menschen, die Ihren Priestern schon lange nicht mehr zuhören! Commendo me -

Sehr geehrter Herr Erzbischof,

der Zölibat ist eine Lebensform, die nur freiwillig sein darf und die bei empfundenem Zwang Lebenskrisen schaf. Nach dem Gesetz der Kirche bedeutet es immer noch, dass die Türe zu ist oder zufällt, weil man Pries- ter sein und Partnerschaf, Familie leben möchte. Das Argument, Jesus habe es so gewollt .... Wer glaubt das heute noch?

Sehr geehrter Herr Erzbischof,

in Ihrem Fastenbrief von 2020 sprach mich Folgendes sehr an: „Die Kirche gehört nicht dem Papst, sie gehört nicht den Bischöfen, sie gehört nicht den Priestern, sie gehört Gott.“ Gott ist erfahrbar im Sakrament. Gott ist auch erfahrbar im menschlichen Tun. Lassen Sie es zu, dass Kirche sich erneuert, indem Mann und Frau sich unabhängig von ihrem Geschlecht in den Dienst der Kirche und in den Dienst Gottes stellen können. Ganz im Sinne: „Mein Gott unterscheidet in Amt und Weihe nicht Mann und Frau.“

Öffnen Sie die Tür durch Geschlechtergerechtigkeit!

Sehr geehrter Herr Erzbischof,

Türen öffnen heißt, alle Menschen dürfen eintreten und teilnehmen. Verhelfen Sie den Homosexuellen, den wiederverheirateten Geschiedenen zu Ansehen und Würde, überlassen Sie sie nicht dem Wohlwollen einzelner Priester! Jesus wäre entsetzt und tieftraurig gewesen über die Verweigerung eines Segens Gottes sowie über die Verweigerung der Teilnahme am Tisch des Herrn!

Sehr geehrter Herr Erzbischof,

Türen öffnen heißt Licht einzulassen in dunkle Ecken. Sie haben 2019 gesagt, Sie schämen sich für Versagen, Fehlverhalten und auch schlimmen Verbrechen in der Kirche. Das Dunkel des Missbrauchs überschattet noch immer unsere Kirche, aktuell z.B. durch das unglaubwürdige Verhalten von Erzbischof Woelki! Den von Missbrauch Betroffenen wird nicht angemessen begegnet, sie sehen immer noch kein Licht. Hätte Jesus gesagt: Ich wurde missbraucht und ihr habt nicht zu mir gestanden?

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